Was bleibt …

Albert Einstein an einen Vater, dessen 16-jährige Tochter gestorben war und der ihn in diesem Zusammenhang um Rat fragte.

„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir „Universum“ nennen, ein In Raum und Zeit begrenzter Teil.

Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen – eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns ein Gefängnis, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen Nahestehenden beschränkt.

Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst. Niemand kann das vollkommen erreichen, aber das Streben nach solch einer Errungenschaft ist selbst schon ein Teil der Befreiung und eine Grundlage für innere Sicherheit.“

Zitiert nach: Jon Kabbat-Zinn, Das Abenteuer Achtsamkeit, 2015, Seite 26 f.